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Geschichte der Haciendas in Yucatan

Die spanischen Kolonialherren errichteten auf der Halbinsel Yuatan die ersten Haciendas. Die spanische Krone vergab Eigentumsrechte über grosse Ländereien an Einzelpersonen, die die Aufgabe hatten Agrarprodukte für den Export nach Europa zu produzieren. Dabei wurden den Haciendabesitzern auch die Besitzrechte an den in ihrem Landgut lebenden Menschen übergeben. Die indigene Bevölkerung Yucatán wurde somit zur Zwangsarbeit verpflichtet.

 

Gewöhnlich bestand eine Hacienda aus einem prachtvollem Herrenhaus, Ställen für Pferde und Vieh, Produktionsstätten und aus Unterkünften für Arbeiter. Eine Hacienda muss man sich als autonomes Dorf vorstellen, mit Kirche und eigenen Geldwährungen. Die Arbeiter einer Hacienda waren vom Haciendabesitzer völlig abhängig. Der Besitzer war zwar zur Bereitstellung von Lebensmitteln und Unterkünften verpflichtet, liess sich dies aber von den Arbeitern bezahlen. So blieb den Arbeitern nichts anderes übrig als ihr schwerverdientes Geld innerhalb der Hacienda wieder auszugeben.

Die Haciendas in Yucatan produzierten zunächst verschiedene Agrarproukte und später vor allem Sisal, das nach Amerika verkauft wurde. Durch den Sisal Boom zwischen den Jahren 1870 und 1930 entstanden über 1000 Haciendas. Alle Produktionschritte zur Herstellung von Sisal wurden auf der Hacienda ausgeführt: der Anbau und die Ernte der Agaven auf hunderten von Hektaren Land, die maschinelle Verarbeitung der Agaven in den Produktionsstätten auf dem Landgut sowie die Verpackung zum Transport und zur Verschiffung.

Heute gibt es nur noch wenige intakte Haciendas, viele sind zu Ruinen verkommen. Einige wenige Haciendas wurden restauriert und dienen als Museum, andere wurden zu Luxushotels oder Restaurants umgebaut. Unsere Buchempfehlung enthält 250 Fotos von Haciendas in Mexiko.

Eine ganz besondere Rundreise ist die Hacienda Rundreise, in der Sie u.a. je 2 Nächte in der Hacienda San Jose und Santa Rosa verbringen.