Menu
A+ A A-

Azteken in Mexiko

Die Azteken waren eine mesoamerikanische Kultur, die zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert in Mexiko existierte. Die Azteken lebten im Tal von Mexiko, ein Hochtal auf ca. 2200 Metern Höhe, das in Ost-West-Richtung ca. 60 km und von Nord nach Süden ca. 40 km misst.

 

 

 

In der Mitte des Tals lag der Texcoco See, auf deren Insel die Haupstadt der Azteken, Tenochtitlan, lag. Heute befindet sich im Tal von Mexiko die Haupstadt von Mexiko "Ciudad de Mexico", der Texcoco See ist bis auf einen kleinen Rest trocken gelegt worden und die Azteken Tempel sind unter der Stadt begraben. So liegt beispielsweise der ehemalige Zeremonialbezirk Tenochtitlans unter dem heutigen Zocalo (Hauptplatz) von Mexiko Stadt. Auf dem Höhepunkt der politischen und militärischen Macht kontrollierten die Azteken weite Teile Zentralmexikos und wurden zwischen 1519 und 1521 von den Spaniern unterworfen.

Der Legende nach machten sich die Azteken im 14. Jahrhundert auf die Suche nach einer neuen Heimat. Als sie bei einer Insel im Texcoco See ankamen beobachteten sie einen Adler, der, auf einem Feigenkaktus (Nopal) sitzend, eine Schlange frass. Nach der Prophezeiung war dies das Zeichen, ihnen den Platz zu zeigen, an dem sie sich niederlassen sollten. Heute findet man diese Gründungsgeschichte in der mexikanischen Flagge. 

Die Azteken lebten in einer streng hierarischen Rangordnung. An der Spitze stand der als gottähnlich verehrte Herrscher, der seine Macht in Zusammenarbeit mit Ratgebern, Verwaltern und Priestern ausübte. Unter diesen standen die Händler und Handwerker. Das gemeine Volk setzte sich aus Landarbeitern zusammen, an der untersten Stufe der Rangordnung standen die Skalven.

Die angesehensten Handwerksberufe waren die des Gold- und Silberschmides, des Malers und das federverarbeitende Handwerk; sie produzierten hauptsächlich Luxusgüter für den Adel. Weitere Handwerksberufe waren Töpfer, Korbmacher, Obsidian Verarbeiter (Waffenherstellung) und Weberei (ausschliesslich Frauenarbeit).

Die Azteken betrieben Ackerbau und bauten vor allem Mais, Bohnen, Kürbis, Amarant (hirseähnliches Getreide), Chia (Kraut, das hochwertiges Protein und viele Vitamine liefert), Agaven, Kakteen und Heilkräuter an. Ausser der Haltung von Hühnern und Hunden wurde kaum Viehzucht betrieben.

Mit vielen Staaten betrieben die Azteken einen regen Handel. Zahlungsmittel waren Kakaobohnen, Goldstaub oder Federkiele.
Kriegsführung hatte bei den Azteken einen hohen Stellenwert. Zum einen wurden Kriege gegen andere Staaten geführt, um diese zu unterwefen und Tributzahlungen zu erzwingen. Zum anderen wurde Krieg geführt, um feindliche Krieger gefangen zu nehmen und diese dann den Göttern zu opfern.

Die Azteken verehrten eine Vielzahl von Göttern. Hauptgott war Huitzilopochtli, der Gott der Sonne und des Krieges. Quetzalcoátl, auch gefiederte Schlange genannt und einst Herrscher der Tolteken, die zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert Zentralmexiko regierten, wurde von allen Azteken als Schöpfergott verehrt. Die Bedeutung und der Umfang von Menschenopfern zu religiösen Zwecken ist umstritten, denoch ist es zu Menschenopfern gekommen. Es wurden vor allem Kinder, Krieger und Sklaven geopfert.